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Risiko in der Schwangerschaft: Selenmangel

Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit – einerseits voller Vorfreude auf den kleinen Nachwuchs, andererseits begleiten auch Unsicherheiten und Ängste den langen Weg bis zur Geburt.

Man versucht alles richtig zu machen: Die Ernährung und Lebensgewohnheiten anpassen, Stress reduzieren und dem Rat der Ärzte folgen. Von ihnen wird während der Schwangerschaft auch die Einnahme von Folsäure empfohlen.

Was viele Schwangere aber nicht wissen: Auch ein Mangel an dem wichtigen Spurenelement Selen kann Risiken für die Schwangerschaft bedeuten. Gerade wer sich vegetarisch oder vegan in dieser Zeit ernährt, nimmt vergleichsweise wenig Selen über die Nahrung zu sich. Denn das Spurenelement ist vor allem in Fleisch und tierischen Milchprodukten enthalten. Eine besonders gesunde Ernährung kann also auch zu einem Selendefizit führen. Dazu kommt, dass unsere Böden in Deutschland relativ selenarm sind und viele Menschen per se einen Mangel haben – ohne es zu wissen.

Risiko in der Schwangerschaft: Selenmangel // HIMBEER
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Was ist Selen?

Im menschlichen Körper gibt es mindestens 30 verschiedene Eiweißstoffe, die ihre Funktion ohne Selen nicht erfüllen können. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt der Abbau von hochreaktiven freien Radikalen. Dadurch helfen sie Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Viele selenhaltige Proteine finden sich in der Schilddrüse. Erst mit Hilfe von Selen wird das Schilddrüsenhormon Thyroxin in seine stoffwechselaktive Form umgewandelt. Außerdem unterstützt Selen die normale Funktion des Immunsystems.

Selenmangel in der Schwangerschaft

Ein Mangel an dem wichtigen Spurenelement während der Schwangerschaft birgt einige Risiken: Studien zeigen, dass ein zu niedriger Selenstatus ein Grund für eine postpartale Depression sein kann, auch als Babyblues bekannt.

Nicht selten leiden Frauen nach der Schwangerschaft unter Schilddrüsenerkrankungen. Ein Selenmangel kann die Anfälligkeit für eine Schilddrüsenentzündung, wie die Autoimmun-Thyreoiditis oder Hashimoto-Erkrankung, begünstigen. Ursache der Erkrankung ist eine fehlgeleitete Abwehrreaktion des Immunsystems, die sich gegen das Schilddrüsengewebe richtet.

Auch das Risiko für eine Präeklampsie kann durch Selenmangel steigen. Die „Schwangerschaftsvergiftung“ ist eine Bluthochdruckerkrankung mit Symptomen wie Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen und Augenflimmern, starke Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein durch Übelkeit oder Erbrechen. Unbehandelt kann sie auch zu Krampfanfällen und zur vorzeitigen Ablösung der Plazenta führen, was für Mutter und Baby lebensbedrohlich werden kann.

Der Selenstatus kann über ein Blutbild untersucht werden. Um eine gute Selenversorgung während der Schwangerschaft sicherzustellen, kann zur Unterstützung oder Ergänzung das wichtige Spurenelement durch selenase 100 XL mit 100 Mikrogramm mineralischem Selen (Natriumselenit) pro Tablette supplementiert werden.

Wichtig ist vor allem, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise, beispielsweise durch regelmäßige Bewegung und Entspannung, in dieser besonderen Zeit zu achten.

 

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